SPD und Grüne stellen Ratsantrag zur zukünftigen Entwicklung der Fachhochschule Köln.
„SPD begrüßen uneingeschränkt den Neubau des Ingenieurswissenschaftlichen Zentrums der Fachhochschule Köln in Köln. Der Neubau ist eine wichtige Investition in den Wissenschaftsstandort Köln und damit in die Zukunft dieser Stadt.“ so Dr. Eva Bürgermeister, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD Ratsfraktion.
Die Investitionen des Landes in den Hochschulstandort im Rahmen des Sanierungs- und Modernisierungsprogramms für die Hochschulen in NRW können im Linksrheinischen die Initialzündung für die Umsetzung eines bedeutenden Teils des städtebaulichen Masterplans für die Kölner Innenstadt sein. Durch den neuen Fachhochschulcampus eröffnet sich die Chance, den Innere Grüngürtel auch über das Gelände der ehemaligen Dom-Brauerei an den Rhein heranzuführen. Vor dem Hintergrund der zur Diskussion stehenden Bruttogeschossflächen wird geprüft werden müssen welche Grundstücke Linksrheinisch wie Rechtsrheinisch zusätzlich für den Hochschulbau in Anspruch genommen werden können.
Wegen der Verkürzung der Gymnasialzeiten werden ab 2013 zwei Abiturientenjahrgänge die Schulen verlassen und an die Hochschulen drängen. Die geplanten Investitionen werden deshalb kurzfristig erfolgen damit rechtzeitig genügend Kapazitäten vorhanden sind. Kurzfristige Investitionen brauchen wir als wichtige Impulse für die Konjunktur.
„Soweit so gut.“ so Eva Bürgermeister, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der SPD Ratsfraktion, „Es ist verlockend, aber viel zu kurz gegriffen, wenn lediglich die positiven Auswirkungen auf den linksrheinischen Süden Kölns betrachtet werden.“
Andere, aber ebenso gewichtige Chancen und Risiken ergeben sich für den Stadtraum Deutz und Kalk. In Deutz stehen ohnehin schon große Veränderungen an. Deutz hat gute Chancen, zu einem „In-Stadtteil" zu werden. Die Ansiedlung von RTL, Talanx, Lanxess und der Neubezug des bisherigen Lufthansagebäudes bringen Tausende von Beschäftigten nach Deutz. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen wird sich nach Freizeiteinrichtungen, Erholungsraum und Wohnraum im Rechtsrheinischen umsehen. Aber auch Neubau von Fachhochschuleinrichtungen und wissenschaftsnahen Einrichtungen sind in unmittelbarer Umgebung der FH in Deutz möglich.
Für die SPD-Fraktion ist es unerlässlich, die Chancen aber auch Risiken einer Verlagerung der Fachhochschule auf die andere Rheinseite zu untersuchen und für den Stadtraum Deutz/Kalk ein Profil für die Zukunft zu entwickeln. Lagegunst und Flächenpotential gilt es für eine positive Entwicklung zu nutzen und nicht zu verschlafen.