SPD kritisiert: Oberbürgermeister bekommt eines der wichtigsten Kölner Zukunftsprojekte nicht in den Griff
“Eines der bekanntesten Kölner-Regionaleprojekte –die Errichtung der Archäologische Zone - läuft noch immer nicht rund.“ berichtet Monika Möller, Mitglied der SPD-Ratsfraktion im Kulturausschuss. „Wir müssen feststellen, dass der Oberbürgermeister mit seinem Anspruch, dass Projekt zur Chefsache zu machen, gnadenlos gescheitert ist. Die Projektleitung tut weiterhin was sie will und bringt die Archäologische Zone damit ernsthaft in Gefahr.“
Nach Informationen des Landes, das über die Regionale-Förderung einen wesentlichen Teil der Kosten übernehmen soll, liegt der notwendige Förderantrag noch immer nicht vor. Gleiches gilt für Anträge auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn. „Wir können solche Versäumnisse nicht länger hinnehmen. Die A-Qualifizierung ist vom Land nur unter Vorbehalt erteilt. Die Förderung steht auf des Messers Schneide. Wenn die Stadt jetzt nicht kurzfristig das noch ausstehende Museumskonzept vorlegt, ist die Mitfinanzierung durch das Land mehr als fraglich und die Archäologische Zone gescheitert.“
„Auch in der täglichen Projektarbeit knirscht es ungemein.“ weiß Möller „Dies wurde in der letzten Sitzung des wissenschaftlichen Beirats erneut besonders deutlich. Die Vertreter des Landes werfen der städtischen Projektleitung mangelnde Einbindung und bewusste Falschinformation vor.“
Die SPD-Fraktion fordert Oberbürgermeister Schramma auf, seine Eitelkeiten endlich hinten an zu stellen, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen und auch zuzulassen. Hierzu Möller: „Sowohl die Verwaltungsführung selbst als auch die vom Oberbürgermeister eingesetzte Projektleitung sind überfordert. Die Einsetzung eines externen Projektkoordinators ist mehr als überfällig.“