Kommentar zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Turnhalle der GGS „Schule Kunterbunt“ im Görlinger Zentrum

Allgemein

Die zunehmende Zahl an Menschen, die in Köln Zuflucht suchen beträgt stadtweit mittlerweile mehr als 11.000 Menschen. Dies hat im Dezember 2015 u. a. dazu geführt, dass eine Prioritätenliste mit den 270 städtischen Turnhallen hinsichtlich ihrer Eignung zur Unterbringung von Geflüchteten erstellt wurde; Die Turnhalle der Gemeinschafts-Grundschule Kunterbunt im Görlinger Zentrum ist auf Platz 12 aufgelistet. Da die Stadt zur Aufnahme von Flüchtlingen gesetzlich verpflichtet ist, war und ist die nunmehr beabsichtigte Maßnahme nicht unerwartet. Hierzu nehme ich als in Bocklemünd/Mengenich direkt gewähltes Mitglied des Rates der Stadt Köln wie folgt Stellung:

  1. Ich begrüße und unterstütze ausdrücklich die Arbeit aller bereits vorhandenen Initiativen  und hauptsächlich auch ehrenamtlich tätigen Menschen, die sich um bereits hier unter-gebrachte Flüchtlingsfamilien kümmern.
  2. Als sozial-und jugendpolitisch tätige Kommunalpolitikerin halte ich grundsätzlich die Unterbringung von Geflüchteten in Turnhallen für absolut ungeeignet: dies gilt sowohl im Hinblick auf die Regelungen im Schulalltag, für das Training der Sportvereine und insbesondere auch für einen menschenwürdigen Umgang mit den Flüchtlingen selbst.
  3. Ich kann die Bedenken und Ängste von Anwohnerinnen und Anwohnern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern und anderen nachvollziehen und nehme diese sehr ernst. Eine ehrliche und ernst gemeinte Willkommenskultur muss den Flüchtlingen aber auch ohne Ressentiments und Stigmatisierung begegnen. Ich erwarte von den Flüchtlingen, dass diese sich in einen Prozess begeben, in dem unsere Wertegemeinschaft und die demokratische Grundordnung unserer freien Gesellschaft anerkannt und respektiert werden.
  4. Die Unterbringung von ca. 100 Menschen unter diesen Bedingungen an dieser Stelle muss eine provisorische und darf keine mittelfristige oder dauerhafte Lösung sein!
  5. Ich fordere die Oberbürgermeisterin und die Verantwortlichen der Fachverwaltung auf, endlich ein tragfähiges Konzept zu einer menschenwürdigen, angemessenen und vernünftigen Unterbringung von Geflüchteten vorzulegen. Warum wird der Bau von Hallen in Fertig/-Leichtbauweise nicht zügiger vorangetrieben, warum werden nach wie vor leerstehende Objekte nicht vorrangig belegt oder warum werden keine Schiffe angemietet, die sich für die Unterbringung von Einzelpersonen besonders eignen?
  6. Ich appelliere an die Menschen in Bocklemünd/Mengenich zu einem offenen und fairen Umgang mit dieser schwierigen Situation. Lassen sie sich nicht von Leuten provozieren, die das Thema zum Zweck von ideologischer Propaganda ausschlachten!
  7. Wir, die SPD wie auch ich werden weiterhin jede Unterstützung zur Bewältigung dieser Gesamtstädtischen Aufgabe leisten um auch die Sporthallen schnellstmöglich ihrem eigentlichen Zweck wieder zugänglich zu machen.

Ihre Monika Schultes

 
 

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